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Die Beobachtung im Flur dient der Beurteilung des Gangbildes.
Die neurologische Ganganalyse findet in einem Flur statt, unter Verwendung von Frontal- und Sagittalansichten. Kliniker beobachten die Stand-, Schwung- und Übergangsphasen und hören zudem auf die Ganggeräusche, da auditive Merkmale diagnostisch beitragen.
Zusätzliche Gangaufgaben schränken die Differentialdiagnose ein
Schnelles Gehen, Laufen, Drehen, Tandemgang, Rückwärtsgehen und das Ausführen von Doppelaufgaben decken subtile Auffälligkeiten auf und helfen, eine zeichenbasierte Differentialdiagnose zu verfeinern, wenn zunächst nur begrenzte Gangauffälligkeiten vorhanden sind.
Aufgabenabhängige Inkonsistenz deutet auf einen funktionellen Gang hin
Aufgabenbezogene Normalisierung oder nicht zum Befund passende Leistung weist auf Inkonsistenz hin und stützt die Diagnose einer funktionellen Gangstörung, wohingegen krankheitskongruente Muster über verschiedene Aufgaben hinweg bestehen bleiben oder sich auf charakteristische Weise verändern, wie bei der Parkinson-Krankheit, Ataxie, spastischen Paraparese und Dystonie veranschaulicht.
In der Fortbildungsveranstaltung „A sign-based approach to neurological gait disorders“, organisiert von der Klinik Barmelweid, präsentiert Assoc. Prof. Jorik Nonnekes ein strukturiertes klinisches Rahmenkonzept zur Beurteilung des Gangs in der Neurologie. Er betont, dass die Ganganalyse in einem ausreichend langen Flur, sowohl in der Frontal- als auch in der Sagittalebene, unter Beachtung der Standphase, der Schwungphase und der Übergänge zwischen beiden erfolgt. Er hebt zudem hervor, dass Kliniker den Gang nicht nur beobachten, sondern ihm auch zuhören sollten, da charakteristische Geräusche die Erkennung von Mustern wie dem schlurfenden Gang bei Morbus Parkinson oder Gangauffälligkeiten bei neuromuskulären und spastischen Erkrankungen unterstützen können. Eine zentrale Botschaft ist, dass zusätzliche Gangaufgaben wie schnelles Gehen, Laufen, Drehen, Tandemgang, Rückwärtsgehen und Dual-Tasking helfen, subtile Auffälligkeiten aufzudecken und die Differenzialdiagnose einzugrenzen, wenn ein vollständiges Syndrom klinisch noch nicht erkennbar ist. Anhand mehrerer videobasierter Beispiele veranschaulicht Assoc. Prof. Nonnekes, wie aufgabenabhängige Veränderungen des Mitschwingens der Arme, Scherengang, Kniehyperextension, breitbasiger Gang, dystone Haltungen, Rumpfbeugung und Wegknicken der Knie parkinsonsche, ataktische, spastische, dystone und funktionelle Gangstörungen voneinander unterscheiden. Er zeigt weiter, dass Inkonsistenzen zwischen verschiedenen Aufgaben, wie etwa eine Normalisierung beim Laufen oder ein erhaltenes Gleichgewicht bei anspruchsvollen Haltungen, besonders aufschlussreich für die Identifikation funktioneller Gangstörungen sind. In der Diskussion merkt er an, dass es kein einziges optimales Dual-Task-Paradigma gibt, und empfiehlt, natürliche Gespräche und kontextabhängige kognitive Aufgaben in die routinemäßige Beobachtung zu integrieren, einschließlich des Weges vom Wartezimmer zum Untersuchungsbereich.
Datum
Dienstag, 29. September 2026
Uhrzeit
08:00 – 08:45 Uhr
Dauer
45 Min.
Credits
1 CME-Punkt
Sprache
Englisch
Lernziele
Offer a diagnostic approach to neurological gait disorders in which the presenting signs are taken as the starting point for a focused differential diagnosis and a tailored search into the underlying neurological syndrome.
Anbieter
Klinik Barmelweid
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Als Webinar auf geriatrics-update.com. Den Zugangslink erhalten Sie vorab per E-Mail oder direkt hier auf dieser Seite.
Assoc. Prof. Jorik Nonnekes,
Consultant in rehabilitation medicine, Radboud University Medical Centre, Nijmegen, Netherlands (NL)
Jorik Nonnekes is an Associate Professor and consultant in rehabilitation medicine at the Radboud University Medical Centre, Nijmegen, the Netherlands. He studied medicine (cum laude) at the Radboud University Nijmegen. Both his clinical and scientific work focuses on neurological gait impairments, with specific emphasis on gait impairments in Parkinson’s disease, rare and inherited movement disorders, and upper motor neuron lesions (eg stroke). Jorik leads his own research group and has published more than 150 papers in international peer-reviewed journals.