Geriatrics
Update
Vor Ort
Online

Datum
Dienstag, 22. September 2026
Uhrzeit
08:00 – 08:45 Uhr
Dauer
45 Min.
Credits
1 CME-Punkt
Sprache
Englisch
Lernziele
- Get a holistic view of the role of bone forming agents in the management of osteoporosis.
- Identify the pros and cons of PTH R1 Agonists and anti-sclerostin antibody and select which drug is the most appropriate for which patients.
Anbieter
Klinik Barmelweid
Vor Ort
Online
Als Webinar auf geriatrics-update.com. Den Zugangslink erhalten Sie vorab per E-Mail oder direkt hier auf dieser Seite.
MD, PhD, MPH Jean Yves Reginster,
Co-Director, WHO Collaborating Center for Epidemiology of Musculoskeletal Health and Aging, Liège, Belgium (BE)
Knochenbildende Wirkstoffe bei sehr hohem Risiko
Knochenaufbauende Wirkstoffe sind bei Patienten mit hohem oder sehr hohem Frakturrisiko die Therapie der ersten Wahl, da sie schneller und stärker wirken als Antiresorptiva und Frakturen an allen Skelettstellen stärker reduzieren als orale Bisphosphonate.
Abaloparatid unterscheidet sich von Teriparatid
Abaloparatid und Teriparatid sind nicht identisch: Abaloparatid zeigt ein breiteres anaboles Fenster, größere Zuwächse der Hüftknochendichte und der kortikalen volumetrischen Knochendichte sowie eine stärkere Frakturreduktion als Teriparatid in den zitierten Studien-, Real-World- und Netzwerk-Metaanalyse-Daten.
Die sequentielle Therapie bleibt unerlässlich
Alle knochenaufbauenden Wirkstoffe erfordern nach dem Absetzen eine anschließende Behandlung mit einem antiresorptiven Mittel, um den Nutzen aufrechtzuerhalten; nach einer vorherigen potenten antiresorptiven Therapie zeigt Romosozumab einen schnelleren Nutzen für die Hüftknochendichte als Teriparatid, während Unterschiede bei Frakturen gegenüber PTH-Rezeptor-Agonisten nicht nachgewiesen sind.
Die Fortbildungsmaßnahme „Knochenaufbauende Wirkstoffe in der Behandlung der Osteoporose: zusammenfassen oder differenzieren?“ wird von der Klinik Barmelweid organisiert und von Jean Yves Reginster, MD, PhD, MPH, präsentiert. Dr. Reginster beschreibt den Wandel von einem „One-size-fits-all“-Ansatz mit oralen Bisphosphonaten hin zu einer risikoadaptierten Behandlung und betont, dass Patienten mit hohem oder sehr hohem Frakturrisiko einen knochenaufbauenden Wirkstoff erhalten sollten, da diese Therapien schneller und stärker wirken. Er gibt einen Überblick über die derzeit verfügbaren knochenaufbauenden Wirkstoffe – PTH-Rezeptor-Agonisten (Teriparatid und Abaloparatid) sowie den Anti-Sclerostin-Antikörper Romosozumab – und erläutert ihre unterschiedlichen Wirkmechanismen auf Knochenremodellierung und Knochenmodellierung. Auf Grundlage der vorgestellten Daten zeigt Abaloparatid im Vergleich zu Teriparatid ein größeres anaboles Fenster, stärkere Zunahmen der Hüft- und kortikalen volumetrischen Knochendichte (BMD) sowie eine höhere antifrakturelle Wirksamkeit, während es derzeit keine Evidenz für einen Unterschied in der Frakturreduktion zwischen PTH-Rezeptor-Agonisten und Romosozumab gibt. Der Vortrag hebt außerdem hervor, dass alle knochenaufbauenden Therapien sequenziell eingesetzt und nach dem Absetzen von einem antiresorptiven Wirkstoff gefolgt werden sollten, um den Behandlungsvorteil zu erhalten oder zu verstärken. Bei Patienten, die zuvor mit potenten antiresorptiven Wirkstoffen behandelt wurden, weist Dr. Reginster auf eine abgeschwächte anfängliche BMD-Reaktion hin, insbesondere unter Teriparatid, während Romosozumab offenbar einen schnelleren Nutzen für die BMD an der Hüfte beibehält, auch wenn die Auswirkungen auf Frakturen unklar bleiben. Hinsichtlich der Sicherheit erklärt er, dass knochenaufbauende Wirkstoffe im Allgemeinen sicher sind, auch aus kardiovaskulärer Sicht, sofern die regulatorischen Vorsichtsmaßnahmen für Romosozumab beachtet werden, und er weist darauf hin, dass die Evidenz bei glukokortikoidinduzierter Osteoporose weiterhin begrenzt ist, insbesondere für Abaloparatid und Romosozumab.
Jean-Yves Reginster M.D., M.PH. Ph.D. is Emeritus Professor of Epidemiology, Public Health and Health Economics and Emeritus Professor of Bioethics and Societal Medicine at the University of Liège. He is Director of the WHO Collaborating Centre for Epidemiology of Musculoskeletal Health and Aging and Professor of Medicine at King Saud University, Riyadh, KSA. He is President of the European Society for Clinical and Economic Aspects of Osteoporosis and Osteoarthritis (ESCEO), Co-Founder, Board member and Secretary General of the International Osteoporosis Foundation (IOF).