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Physical exercise and healthy diet recommendations in older people

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Informationen

Veranstaltung

Datum

Dienstag, 3. März 2026

Uhrzeit

08:00 – 08:45 Uhr

Dauer

45 Min.

Credits

1 CME-Punkt

Sprache

Englisch

Lernziele

For older adults, combine 150 min/week of moderate activity (walk, cycle) with 2–3 days strength work, plus balance/flexibility (tai chi, yoga) to prevent falls. Eat Mediterranean-style with protein 25–30 g/meal, fiber, calcium, vitamin D; hydrate; limit sodium, sugars, ultra-processed foods.

Zugang

Anbieter

Klinik Barmelweid

Vor Ort

5017 Barmelweid

Haus B

Raum Buechbach

Online

Als Webinar auf geriatrics-update.com. Den Zugangslink erhalten Sie vorab per E-Mail oder direkt hier auf dieser Seite.

Referent:in

Prof. Nicola Veronese

Prof. Nicola Veronese,

Associate Professor, Saint Camillus International University ofHealth Sciences, Rome, Italy (IT)

Nicola Veronese is a board-certified geriatrician and Associate Professor at UniCamillus – International Medical University in Rome, Italy. His work is mainly epidemiological, centered on diseases common in older adults, including musculoskeletal, metabolic (obesity and diabetes), and cardiovascular disorders, as well as nutrition. He has authored 1000+ papers in national and international journals and many conference abstracts. Since 2024, he has served as Editor-in-Chief of Aging Clinical and Experimental Research.

Mediterrane Ernährung bietet umfassende Vorteile für ältere Menschen

Bei älteren Erwachsenen mit hohem kardiovaskulären Risiko senkt eine mediterrane Ernährung mit nativem Olivenöl extra oder Nüssen schwere kardiovaskuläre Ereignisse im Vergleich zu einer fettarmen Ernährung um etwa 30 %. Die Evidenz belegt zudem Vorteile bei Stoffwechselerkrankungen, Sarkopenie/Gebrechlichkeit, Arthrose, Frakturen (insbesondere Hüftfrakturen bei Frauen), Depression und Demenz; Alkohol ist nicht erforderlich.

Strukturierte Pfade für die mediterrane Ernährung implementieren

Verwenden Sie validierte Instrumente zur Erfassung der Adhärenz, überweisen Sie ältere Erwachsene mit geringer Adhärenz an ausgebildete Ernährungsberater, erheben Sie sozioökonomische Faktoren, bieten Sie personalisierte Unterstützung bei der Mahlzeitenplanung und beim Kochen an und bewerten Sie die Adhärenz nach 6 Monaten erneut. Leitlinien geben starke, krankheitsspezifische Empfehlungen (z. B. periphere arterielle Verschlusskrankheit, Vorhofflimmern, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes).

Umsetzbare körperliche Aktivität fördern, sitzendes Verhalten reduzieren

Nur wenige ältere Erwachsene erfüllen die Bewegungsempfehlungen der WHO; das Ersetzen von Sitzzeit durch Gehen ist vorteilhaft. Evidenz deutet darauf hin, dass etwa 7.000 Schritte pro Tag ein realistisches Ziel zur Senkung von Mortalitäts- und Krankheitsrisiken ist. Körperliche Aktivität ist hinsichtlich der Kognition mit Donepezil vergleichbar und kommt Menschen mit Alzheimer-Krankheit, leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) sowie der psychischen Gesundheit im höheren Lebensalter zugute.

Diese Fortbildungsveranstaltung mit dem Titel „Empfehlungen zu körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung bei älteren Menschen“ wird von Prof. Nicola Veronese gehalten und von der Klinik Barmelweid organisiert. Er stellt die robuste Evidenz für die mediterrane Ernährung dar – verstanden als Konzept, das über den Teller hinausgeht und auch Lebensstilfaktoren einschließt – und hebt die PREDIMED-Studie hervor, in der die mit nativem Olivenöl extra oder Nüssen angereicherten mediterranen Interventionsarme im Vergleich zu einer fettarmen Kontrollkost über fünf Jahre schwere kardiovaskuläre Ereignisse um etwa 30 % reduzierten. Er fasst Assoziationen zwischen höherer Adhärenz zur mediterranen Ernährung und niedrigeren Risiken für invasiven Brustkrebs sowie für häufige metabolische Erkrankungen (Typ‑2‑Diabetes, Metabolisches Syndrom, Adipositas, nichtalkoholische Fettlebererkrankung [NAFLD]) zusammen und beschreibt zudem Vorteile bei Sarkopenie und Gebrechlichkeit – ohne dass eine Proteinsupplementierung erforderlich ist. Zu den weiteren muskuloskelettalen und neuropsychiatrischen Vorteilen zählen eine geringere Prävalenz/Inzidenz von Arthrose, ein reduziertes Frakturrisiko (insbesondere Hüftfrakturen bei Frauen) und ein vermindertes Demenz-/Alzheimer-Risiko; plausible Mechanismen sind u. a. entzündungshemmende Effekte, Myostatin-Hemmung, Modulation des Darmmikrobioms und bioaktive Verbindungen (z. B. Oleuropein, Resveratrol). Er stellt neue Leitlinien und klinische Behandlungspfade vor, die bei Personen mit hohem kardiovaskulärem Risiko eine mediterrane Ernährung (vorzugsweise angereichert mit nativem Olivenöl extra oder Nüssen) einer fettarmen Kost vorziehen, und weist auf die anhaltende Debatte hin, Alkohol/Wein aus den Definitionen der mediterranen Ernährung auszuklammern. Bezüglich körperlicher Aktivität erörtert er die WHO-Empfehlungen und betont realistische Ziele für ältere Erwachsene, darunter die Reduktion von Sitzzeiten und ein Ziel von etwa 7.000 Schritten pro Tag; die Schwelle von 10.000 Schritten sei willkürlich. Er stellt Evidenz vor, dass Bewegung Kognition und psychische Gesundheit unterstützt – mit Effekten, die hinsichtlich kognitiver Endpunkte mit Donepezil vergleichbar sind, Schutz vor der Alzheimer-Krankheit bieten und Vorteile bei Angststörungen, Depression, Schizophrenie, bipolarer Störung und Delirium zeigen. Abschließend betont er die Notwendigkeit, diese evidenzbasierten, nicht-pharmakologischen Strategien – mediterrane Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität – in die routinemäßigen geriatrischen Versorgungspfade zu integrieren.

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