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Cognitive-Motor exergame training across populations and settings: from theory to clinical implementation

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Informationen

Veranstaltung

Datum

Dienstag, 27. Januar 2026

Uhrzeit

08:00 – 08:45 Uhr

Dauer

45 Min.

Credits

1 CME-Punkt

Sprache

Englisch

Lernziele

Understand how exergames can integrate physical and cognitive training and how to adapt them for different populations and settings

Zugang

Anbieter

Klinik Barmelweid

Vor Ort

5017 Barmelweid

Haus B

Raum Buechbach

Online

Als Webinar auf geriatrics-update.com. Den Zugangslink erhalten Sie vorab per E-Mail oder direkt hier auf dieser Seite.

Referent:in

PhD Eleftheria Giannouli

PhD Eleftheria Giannouli,

Research Group Leader, Department of Health Sciences and Technology, ETH Zurich

Eleftheria Giannouli is a Research Group Leader at ETH Zurich. Her work focuses on evidence-based exercise for older adults and patient populations, including eHealth and mHealth applications. Her interests include cognitive-motor training, exergaming, falls prevention, and life-space mobility. She is Science Communication Manager of the COST Action PhysAgeNet and Handling Editor for BMC Geriatrics and Scientific Reports.

Machbar, sicher und gut akzeptiert

In der stationären Geriatrie sowie bei Parkinson, Schlaganfall und geriatrischer Depression zeigen Exergame-Sitzungen (10–15 Minuten, werktags) eine hohe Adhärenz, gute Benutzerfreundlichkeit und keine interventionsbedingten unerwünschten Ereignisse. Eine Telerehabilitations-Pilotstudie zeigt eine Adhärenz, die über den verordneten Umfang hinausgeht, was auf eine starke Akzeptanz hindeutet, obwohl Therapeuten die Bereitschaft der Patienten unterschätzt hatten.

Ergebnisse: gemischte, aber vielversprechende Signale

Gleichzeitig integriertes kognitiv-motorisches Training erscheint für die Ganggeschwindigkeit am vielversprechendsten (Review zum Schlaganfall). Kleine stationäre Studien zeigen Verbesserungen der Gehgeschwindigkeit, der psychomotorischen Geschwindigkeit und der Mobilität, dennoch bleiben die Gesamteffekte schwach. Eine große pragmatische RCT zeigt eine Reduktion der Stürze um 26 % ohne motorische oder kognitive Veränderungen, was möglicherweise wenig sensitive Assessments widerspiegelt.

Prioritäten für die Implementierung und Personalisierung

Exergames verknüpfen kognitive und motorische Anforderungen; eine zusätzliche propriozeptive Herausforderung (instabile Plattform) adressiert unterforderte Patientinnen und Patienten. In der Langzeitpflege (n=100, MCI/Demenz) sind die meisten Spiele mit abgestufter Unterstützung spielbar; eine Entscheidungshilfe verknüpft SPPB-/QMCI-Profile mit der Spielauswahl. Laufende Studien optimieren Belastung, Progression und Personalisierung.

Die Fortbildungssitzung „Cognitive-Motor exergame training across populations and settings: from theory to clinical implementation“, organisiert von der Klinik Barmelweid und gehalten von Dr. Eleftheria Giannouli (ETH Zürich), präsentiert Evidenz und Implementierungserfahrungen zu simultan integrierten kognitiv-motorischen Exergame-Trainings. Der Vortrag definiert Exergames als niedrig immersive, ernsthafte, ganzkörperlich interaktive Spiele (z. B. Schritt- und Gewichtsverlagerungen auf drucksensitiven Plattformen), die kognitive Aufgaben wie Gedächtnis, Inhibition und rasche Entscheidungsfindung integrieren, und beleuchtet die Begründung sowie Evidenz, wonach simultan integriertes Training sequenzielle oder „zusätzliche“ Dual-Task-Formate bei ausgewählten Endpunkten übertrifft. In der stationären Rehabilitation bei geriatrischen, Morbus-Parkinson-, Schlaganfall- und psychiatrischen Patientengruppen zeigt das Training hohe Adhärenz, gute Gebrauchstauglichkeit und keine interventionsbedingten unerwünschten Ereignisse, mit Hinweisen auf Verbesserungen der Gehgeschwindigkeit, der psychomotorischen Geschwindigkeit und der funktionellen Mobilität; bei höher funktionierenden Schlaganfallpatienten erhöht eine Variante mit instabiler Plattform die sensomotorische Belastung. Ein nutzerzentriertes Telerehabilitationsprogramm (faltbare Matte für zu Hause, Therapeutenportal, kognitive Assessments der unteren Extremitäten) zeigt hohe Akzeptanz; in einer pragmatischen Pilot-RCT mit älteren Erwachsenen überschreiten die Teilnehmenden die verordneten Trainingsdosen und zeigen einen selektiven Zugewinn in der Reaktionsinhibition (Go/No-Go). Komplementäre externe Evidenz aus einer großen Studie (mehr als 700 Teilnehmende) berichtet eine Sturzreduktion um 26 % mit einem ähnlichen Gerät, trotz fehlender Veränderungen in standardisierten motorischen/kognitiven Tests, was möglicherweise die geringe Sensitivität der Messverfahren gegenüber dem kognitiv-motorischen Zusammenspiel widerspiegelt. In Langzeitpflegeeinrichtungen können die meisten Bewohnerinnen und Bewohner mit MCI/Demenz den Großteil der 20 Spiele mit abgestufter körperlicher/kognitiver Unterstützung spielen; eine Entscheidungsunterstützungsschnittstelle empfiehlt nun die Spielauswahl auf Basis funktioneller und kognitiver Screeningdaten. Insgesamt ist kognitiv-motorisches Exergaming über verschiedene Settings hinweg machbar, sicher und angenehm, während die funktionellen Effekte moderat bleiben; laufende multinationale RCT-Arbeiten fokussieren darauf, Personalisierung, Progression und Belastung zu optimieren, um die Wirksamkeit zu steigern.

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